Lernen und Nachschlagen…

ACHTUNG: Wer Buchempfehlungen als Werbung ansieht und diese nicht gern in solchen Blogs liest soll diesen Artikel bitte direkt überspringen. Wer allerdings Interesse hat etwas über ein wirklich tolles Buch zu erfahren darf gerne hier bleiben!

Im August schon hat mir die Mail-Taube eine Nachricht zugestellt, in der mir mitgeteilt wurde, dass der Verlag Thieme mir ein Buch zukommen lassen möchte. Naja, ich bin ja von übermäßiger Werbung auch nicht der größte Fan – aber für so ein tolles Buch habe ich zugestimmt, das Buch gegen eine Rezension zu tauschen 😉
Immerhin wollte ich das Buch doch unbedingt haben nachdem ich es so ca. im Mai gefunden hatte – der Warenkorb im Online-Shop hat sich dann auch gefreut, dass er doch noch ausgeleert wurde.

So, also, um welches Buch geht es denn eigentlich? Es geht um Rettungssanitäter retten – ein Buch, zu dem auch eine App und ein Prüfungstrainer gehören.

Na gut, und warum schaut sich das Rettungsmädchen deutsche Bücher an, wo sie doch in Österreich herumdienstet, wo ganz andere Regeln gelten?
Regeln sind schön und gut, werden auch befolgt. Dennoch kann man meiner Meinung nach durch Lesen viel Hintergrundwissen anhäufen, das vor allem bei Diagnosestellungen sehr hilfreich sein kann. Und es ist doch nie verkehrt mal zu schauen wie es die Nachbarn denn so machen oder? 😉

So, jetzt also mal zu Buch/Trainer/App:
Rettungssanitäter retten von Thieme ist ein sehr praxisnahes Buch – Bilder, MindMaps, Verweise auf die App und vor allem verständliche Erklärungen bringen jemandem, der gerade irgendetwas zum Thema „Retter“ lernen möchte oder muss die Inhalte gut und schnell bei. Ob dieses Buch für die Ausbildung geeignet ist weiß ich nicht – wie gesagt, anderes Land, andere Ausbildung. Mir bringt es allemal aber was für’s Wissen an sich! Der Aufbau der einzelnen Kapitel, der Prüfungstrainer – das zielt aber ganz klar auf Lehrbuch.
Auch zum Nachschlagen finde ich das Buch durchaus sinnvoll. Wenn man mal schnell was wissen will findet man recht flott was man sucht – das Stichwortverzeichnis ist wirklich top!
Die Kapitel sind logisch und gut strukturiert, man findet Kapitel zu den Themen Organisation, Rechtliches, Grundwissen, Notfälle und auch noch „Interessantes“.
Jedes Kapitel ist optisch sehr gut gestaltet, wichtige Abschnitte werden extra hervorgehoben und wirklich relevante (vermutlich auch prüfungsrelevante) Details werden mit „Merken!“ markiert.

Der Online-Prüfungstrainer ist super aufgebaut – für mich nur etwas ungeeignet, da ich ja keine derartigen Prüfungen kenne, weil es bei uns doch etwas anders läuft in Österreich. Im Buch ist ein Code, mit dem man Zugang zum Trainer erhält, man kann diesen Zugang aber auch über die Uni erhalten oder im Online-Shop von Thieme kaufen.

Die App retten-to-go ist mit dem Buch sehr eng verknüpft: Im Buch findet man immer wieder Hinweise, was in der App zu finden ist. Man kann also Themen aus dem Buch dann auch schön „zusammengefasst“ in der App nochmal nachlesen. Aber Achtung: es wird wirklich nur das wichtigste zusammegefasst  – das dafür wirklich gut! Mit so wenigen Worten muss man mal die mechanischen Funktionen des Herzens erklären können, so dass es auch jemand versteht 😉
Aber auch so ist die App recht interessant: mal länger unterwegs, das Buch nicht mit und gerade Fragen zu einem bestimmten Thema aufgetaucht? Die App macht’s möglich – einfach das wichtigste ohne viel Suche nachlesen. Im Grunde ist die App wie das Buch strukturiert: Kaptiel -> Unterkapitel -> Information.

Mein Fazit:
Kauft euch das Buch, egal in welcher Position/auf welcher Ausbildungsebene ihr jetzt seid! Wenn Basiswissen bei euch schon vorhanden ist, dann eignet sich das Buch sowohl um dieses Wissen zu festigen, als auch aufzubauen. Ich habe das Buch mittlerweile auch einem Freund geborgt, der die Ausbildung zum Notfallsanitäter beginnen möchte und auch er meint, dass das Buch ideal ist, um mal Inhalte zu wiederholen und sich locker und ohne viel klassischem Lernstoff auf die Ausbildung vorzubereiten – man liest das Buch doch recht einfach und es fühlt sich einfach nicht nach Schule an 😉
Also: das kleine bisschen Geld, das Rettungssanitäter retten von Thieme kostet ist es wirklich auch wert hinzulegen. =)

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Reha-Bericht

Hallo meine Lieben! 

Die Reha ist jetzt vorbei und ich bin wieder zu Hause. Drei Wochen können echt schnell vergehen! Ich hab viele Menschen kennengelernt und viel gelernt, vor allem über mich selbst. Aber wie war das denn jetzt genau auf der Reha? 

Ich dachte ja zuerst, dass ich drei Wochen halbwegs allein verbringen werde. Die meisten Patienten in der Reha-Anstalt waren ja doch um einiges älter als ich. Tja, hab ich mich wohl getäuscht, ich hatte sooo liebe Menschen um mich herum! Ich dachte echt nicht, dass man sich in drei Wochen so gut zusammenfinden kann! Und gemeinsam ist man stark – ich hab von den älteren, die schon länger das selbe Problem haben wie ich, immer wieder Tipps bekommen, sie haben mich an schlechten Tagen aufgemuntert und mir immer wieder Mut gemacht. Und nicht nur die anderen Gäste haben zu meinem Wohlbefinden so gut beigetragen, auch meine beiden Therapeutinnen waren einfach wunderbar! 

Da es ja ein Aufenthalt zur Rehabilitation war, musste ich auch selbst ein bisschen aktiv sein – also jeden Tag außer Sonntag zwei Mal Turnen, ein paar Therapien, Bandagierung der Beine, Diät und dazwischen immer wieder an den See spazieren oder mit dem Fahrrad fahren (mit insgesamt rund 120m Bandagen an den Beinen). Ich war eigentlich immer beschäftigt und wenn nicht für die Reha was getan wurde dann hab ich für die Prüfung zum NFS gelernt. Also nie wirklich langweilig geworden dort 🙂 

Und ja natürlich, ich hab gute Ergebnisse erzielt! In drei Wochen 3,3 kg abgespeckt, die Schmerzen sind weniger und ich weiß jetzt, wie ich mit dem Lipödem in Zukunft umgehen muss. Es ist wie meine Katzen: man muss es gut pflegen damit es nicht irgendwann Blödsinn macht und schlimmer wird. Ich muss also auf einiges aufpassen, vor allem um das Risiko zu mindern, dass aus dem Lipödem ein Lipolymphödem wird. Und ich muss meine Sexy Kompressionsstrümpfe in dieser absolut geilen Farbe lila jetzt täglich tragen, darf für den Rettungsdienst aber Ausnahmen machen solange ich es von den Schmerzen her aushalte. Hab ich vorher auch schon gut ausgehalten und da es ja nicbt täglich ist werden die strumpffreien Dienst-Tage mein Lipödem vermutlich nicht gravierend beeinflussen. Was jetzt noch dazu kommt: zu der tollen Strumpfhose sollte ich vorbeugend auch Armstrümpfe tragen, das ist aber gerade noch zur Bewilligung bei der Krankenkasse. Das Beste: ich wurde von VAS 4 (durchgehend spürbarer Schmerz, an schlechten Tagen bis zu VAS 6) auf VAS 2 (durchgehend spürbarer Schmerz) herunter gebracht. So toll *.*

Und wie geht’s weiter? Naja, eben täglich soweit es geht die Strümpfe tragen, auch bei mehr als 30°C. Und Lymphdrainagen, die helfen auch gegen die Schmerzen. Und das Lipödem eben pflegen – also Verletzungen an den Beinen vermeiden (nie mehr draußen barfuß laufen!), Haut gut pflegen, brav die Übungen machen, brav zur Therapie gehen. Tja, und wenn die Schmerzen wieder stärker werden wieder auf Reha. Generell sollte ich ab jetzt einmal jährlich fahren, hilft dabei, dass sich das Lipödem nicht so schnell ausbreitet und mir bleibt im besten Falm das nächste Stadium erspart 🙂 

Ich bin zuversichtlich, dass ich das hinbekommen werde! Ich weiß ja jetzt wie es geht. Und die Strümpfe machen eigentlich auch Spaß, mit der ersten Hose bring ich Farbe ins Leben, die sind Lila. Die zweite wird Hautfarben. Mittlerweile gibt es die ja in allen möglichen Farben, die für die Arme werden wohl grün werden 😅

Es geht mir also gut und morgen habe ich schon wieder den ersten Arbeitstag im Büro und anschließend auch gleich den ersten Nachtdienst. (Dass die Dienste mir in den drei Wochen so sehr fehlen würden hätte ich niemals geglaubt!) Ich lass mich auf keinen Fall unterkriegen, ich pack das schon, habs ja bis jetzt noch immer geschafft 🙂