Bewusstlos… oder ein bisschen mehr… oder weniger?

Mit dem Stichworten „Bewusstlos, Atmung vorhanden – Husten und Schwindel“ werden wir zum Einsatz gerufen. Ich bin mit zwei Burschen am RTW, das NEF ist mit alarmiert.

Ich schicke meine beiden Sanis mit dem Rucksack vor, ich werde dann gleich mit dem Rest nach oben kommen. Tja, und oben angekommen sege ich dann meine zwei jungen Männer einen 150kg schweren Menschen auf den Boden legen – sein Gesicht ist ungefähr so blau wie unser Blaulicht, das draußen in der Sonne munter herumblitzt.

Gut, sieht nach Schema A aus – Angehörige runter schicken den Notarzt einweisen, einer checkt Atmung (2x noch hören wir ein schnappen im Abstand von ca. 8 Sekunden, dann ist Stille), einer macht den Oberkörper der Patientin frei und ich bereite Defi, Sauerstoff und sonst noch was vor.
Ich höre Stimmen und Schritte, schreie dem NEF-Team „Reanimation“ entgegen um mal kurz und knapp zu erklären, was hier eigentlich gerade abgeht.

Meine erste Reanimation als „fertiger“ Notfallsani. Wir sind also 2 Rettungssanis, 2 Notfallsanis und 1 Arzt – somit wären die Aufgaben auch schon mal verteilt ohne darüber sprechen zu müssen.

Wie gut, dass wir so viele sind, ich habe genug Zeit um aus dem NEF-Rucksack mal die endotracheale Intubation vorzubereiten, während der NEF-Sani gleich mal wegen einem Zugang schaut und Medikamente aufzieht.
Einer der Burschen pumpt weiter während der andere jetzt ein EKG klebt – toll wenn die RS das übernehmen können, so hat niemand Zeit in der er sich langweilt.

Intubation: check
Zugang: check
Infusion: check
Medikamente: check
EKG: check

Nicht mal 20 Minuten reanimieren wir, es wird kein einziger Schock abgegeben, der Patient hat wieder einen Herzrhythmus und atmet gegen den Tubus.

Alles läuft sowas wie am Schnürchen, das habt ihr noch nicht gesehen! Das ist die Lehrbuchreanimation!
Der Patient kommt mit eigenem Kreislauf und gut reagierenden Pupillen ins Krankenhaus.

Bei der Nachbesprechung ist dieses Mal auch die Feuerwehr dabei – wir wollen alle immer etwas verbessern und besser zusammenarbeiten, also tauschen wir uns auch aus. Aber hier gibt es gar nichts zu verbessern – es war eine wunderbare Zusammenarbeit und es hat tatsächlich jeder einzelne Mitwirkende großes Lob verdient.
Wie gesagt: Lehrbuchreanimation!
Warum Feuerwehr? Schwierige Platzsituation, steiler Abstieg, schwerer Mensch –> Tragehilfe!

Es ist immer wieder schön wenn man Menschen wieder ins Leben zurückholen kann – egal in welcher Position man steht. Das hat uns auch die Feuerwehr bestätigt.
Und ich muss sagen: wenn man das Ganze mal aus einer anderen Situation betrachten kann, wenn man nicht neben dem Brustkorb kniet und drauf drückt sondern das ganze Rundherum aktiv beobachten muss und Medikamente und Intubation vorbereitet und dem Arzt assisstiert und dann auch noch koordiniert, was die restlichen Anwesenden machen sollen – ganz anderes Feeling im Einsatz, danach aber genauso schön wie in jeder anderen Position.

Wieder mal ein Leben gerettet und dabei auch eine neue Erfahrung gemacht. =)

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Leukämie, du verdammtes…

Leukämie, du bist ein verdammtes Arschloch! Ich hasse hasse hasse dich! Geh weg, verkriech dich, irgendwo, wo du niemandem schaden kannst. Und nimm deine anderen verdammten Freunde gleich mit!
Du hast mir eine Freundin genommen, eine wirklich liebe, lebensfrohe junge Frau. Sie war so tapfer, all die Jahre über, die du sie gequält hast! Nie hat sie aufgegeben, sie hat immer weiter gegen dich gekämpft!
Du verdammtes ************ hast ihr ihre Träume genommen. Du hast ihr Leben versaut! Sie wollte ihr Leben doch noch genießen! Sie hatte noch so viel vor, sie war doch erst 26!
Sie war so eine starke Frau, in allen Lebenslagen. Und so fröhlich, selbst an den dunklen Tagen. Und so herzlich, herzlich und direkt.
Und du Arsch hast das alles zerstört! GEH EINFACH WEG!!!

Kennt ihr das, wenn ein ganz ganz lieber Mensch ganz ganz plötzlich weg ist? Völlig unerwartet, mitten in einem gesundheitlichen Aufschwung hat es sie erwischt. Ganz plötzlich ist sie zusammengebrochen und nicht wieder aufgewacht. Bis ganz zum Schluss hat sie gekämpft, hat sich selbst nie aufgegeben. Und doch hat sie am Ende die Kraft verlassen. 
Sie war Sanitäterin, vor der Krankheit. So habe ich sie auch kennengelernt. Dadurch sind wir auch Freunde gewesen. Sie war so ein guter Mensch…
Ich vermisse dich…

Valentinstag

Nein, ihr werdet hier nichts über den Rettungsdienst lesen. Aber ich muss hier mal etwas loswerden.

Heute ist der Tag an dem man den Menschen, die man liebt, diese Liebe auch zeigt. Der Tag der Pärchen. Oderso…
Ich hasse diesen Tag – naja, so typisch Single eben. Kann damit nicht viel anfangen. Aber heute Morgen kam ich dann doch ins Grübeln über diesen Tag des Konsums… 

Blumen, Pralinen, kitschige Karten, Küsschen und Herzchenaugen überall. Bäh! Also nicht, dass ich jetzt was gegen Verliebte hab, ich hab was gegen diesen Tag. Bauscht unsere Konsumgesellschaft auf, um großen Profit zu machen. BÄH!!

In Wahrheit ist es ein Tag wie jeder andere. So wie Muttertag und Vatertag auch. Oder wasweißichwas… Man sollte den Tag nicht als Erinnerung benutzen. So „Ach, heute muss ich mal wieder allen sagen wie gern ich sie hab.“ Das kann man wirklich an jedem anderen Tag auch.
Valentinstag ist der Tag der Liebe – und Liebe betrifft nicht nur den Partner. Ich zum Beispiel liebe meine Familie und meine Freunde und möchte ihr das auch zeigen und sagen. Ich brauche dazu aber keinen 14. Februar und keine Geschenke. Ich brauche bloß etwas Zeit mit ihnen und ein bisschen reden, lachen, Spaß haben. Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man liebt, das ist das richtige Geschenk. Keine Schokolade. Worte. Gefühle. Lachen.

Für mich ist der Valentinstag heuer trotzdem etwas „besonderes“.
Ich bin heute früh nämlich aufgewacht und wusste nicht, ob meine Oma noch lebt. Ich war gestern bei ihr, hab ihr Blumen gebracht (absichtlich nicht am Valentinstag!) – sie hat mich nicht mehr erkannt, konnte nicht mehr sprechen, bekommt kaum mehr Luft… Ich habe ihr gesagt, dass ich sie lieb hab. Ich weiß nicht, ob sie es mitbekommen hat oder nicht.
Seit Wochen schon geht es ihr schlecht, sie war schon kurz vorm Sterben, hat sich wieder etwas erholt und jetzt geht es weiter bergab. Ich hab ihr so selten gesagt wie sehr ich sie lieb hab. Ich habe das alles die letzten Wochen versucht aufzuholen. Es hat nicht gereicht. Es war immer noch zu wenig. Und jetzt befürchte ich plötzlich, dass ich ihr an diesem Valentinstag nicht mehr sagen kann, wie sehr ich sie lieb hab.
Ja, ich hab es ihr gestern gesagt.
Ja , ich habe es ihr die letzten Wochen schon gesagt.
Und ja, plötzlich möchte ich es ihr unbedingt heute noch sagen. Am Valentinstag. Weil es der Tag der Liebe ist.
Das Blöde daran – ich bin in der Arbeit. Morgens war es zu früh – darf noch kein Besuch rein. Aus der Arbeit kann ich nicht weg, für die Mittagspause ist es zu weit entfernt. Und wer weiß, kann ich es ihr am Abend noch sagen.

Liebe Leute – wir vernachlässigen unsere Lieben viel zu sehr.
Sagt nicht nur eurem Partner, dass ihr ihn liebt! Sagt es euren Eltern, euren Großeltern, Kinder und Freunden – sagt es einfach jedem, der euch wichtig ist! Und sagt es ihnen bei jeder Gelegenheit. Irgendwann war es dann nämlich die letzte Gelegenheit und die ungenutzt zu lassen wäre doch etwas traurig.

Wir brauchen keinen erfundenen Tag um Mama im Mai zu sagen, dass wir sie lieben. Papa kommt dann ein Monat später dran. Der Partner schon im Februar. Und der Rest bloß am Geburtstag.
Geht raus und sagt es jedem, dem ihr es sagen wollt, aber wartet nicht auf diesen einen speziellen Tag. Es gibt ihn nicht. Jeder Tag ist gut genug, um jemandem zu sagen und zu zeigen, was Liebe ist. Jeder Tag hat es verdient ein mit Liebe gefüllter Tag zu sein. Jeder Tag könnte die letzte Gelegenheit dazu sein.

Ja ich weiß, dieser Artikel klingt jetzt vielleicht etwas kitschig.
Aber es liegt mir gerade wirklich am Herzen euch das zu sagen. 

Fotografie: Frohes Neues!

Mal wieder etwas von meinem anderen Hobby. So zwischendurch muss das halt mal sein.

Ich wünsch euch allen ein frohes neues Jahr, viel Glück und Gesundheit und allen RD-Menschen möglichst stressfreie Dienste.

 

Was mache ich…?

Ein Artikel von Wenn der Melder geht brachte mich die letzten Tage ganz schön ins Grübeln.
Der Medizinstudent fragt sich in dem Beitrag Was mache ich hier eigentlich?
Und genau die Frage beschäftigt mich jetzt auch… Sie lässt mich einfach nicht los…

Ich ging vor etwas über 4 Jahren in den freiwilligen Rettungsdienst. Ich war 18 und – wenn man es so nennen will – naiv. Ich wollte helfen, konnte aber (noch) nicht Medizin studieren. Die Ausbildung, die Dienste, es machte so viel Spaß und ich hatte endlich eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung gefunden!

Und dann lernte ich mehr und lernte auch, dass wir dieses und jenes nicht dürfen.
Und dann lernte ich noch, dass manche Patienten Geld bringen, andere kosten uns Geld.
Und die zusätzliche Ausbildung, die musst du nicht machen, es reicht so auch für den RTW. Im Nachhinein weiß ich, es ist teuer. Ausbildung ist teuer. Kompetenz ist teuer.

Es ist sehr traurig, dass ein Gesundheitssystem so funktioniert. Es lässt sich von Macht und Geld leiten anstatt von Mitgefühl und Hilfsbereitschaft.
In Kliniken und auch bei Hausärzten und anderen Versorgungseinrichtungen muss man anscheinend schon bevor man den Patienten sieht abwägen, welche Untersuchungen und Therapien das System tragen kann. Möglichst doch bitte noch mit Gewinn, nur bitte ja nicht zu viel tun, das würde uns zu viel Geld kosten.
Im Rettungsdienst ist man dann eben mehr so Taxi, Krankentransporte bringen Geld, machen den Großteil der Alarmierungen aus und dafür braucht man nur die „Grundausbildung“. Die wenigen Einsätze, die schaffen dann schon die wenigen Leute, die die Ausbildungen haben, die Konpetenzen haben.

Ich wollte helfen. Ich will helfen. Ich will lernen, ich will Kompetenzen erreichen und unseren Patienten die bestmögliche präklinische Versorgung zukommen lassen. 
Das System sagt, diese und jene Geräte zur Diagnosestellung und Erstversorgung kommen uns zu teuer.
Das System sagt, dass auf den RTWs Rettungssanitäter reichen. Und dass Notfallsanitäter auch nicht wirklich viel mehr dürfen als Rettungssanitäter. Und dass Kompetenzerweiterung teuer ist. Und dass Kompetenzanwendung sowieso nur unter notärztlicher Aufsicht genehmigt ist. Somit sind Kompetenzen eigentlich überflüssig, der NA machts ja eh selber.

Wir kutschieren lieber mit den RTWs die Krankentransporte herum, anstatt auf die wenigen Notfalleinsätze zu warten. Die Krankenkassen zahlen uns ja nur für gefahrene Kilometer und nicht die Bereitschaftszeit. Und weil 90% der Fahrten eben Krankentransporte sind…. Und weil von den übrigen 10% sowieso 8 auch zum Hausarzt gehen könnten… Und sowieso und überhaupt.

Alles dreht sich im Gesundheitsbereich nur noch um Geld – so wie immer und überall in Leben. Geld ist Leben. Leben ist Geld. Der Sinn der Sache wird in den Hintergrund gestellt. 

Es macht so wie es ist keinen Spaß mehr. Und trotzdem bin ich gern hier. Weil es trotzdem was Gutes ist. 

Was mache ich hier eigentlich? Ich helfe… Weil das doch immer noch der Sinn ist.

 

Fragenstöckchen

Fragenstöckchen von Hermione

Ein bisschen spät aber doch habe ich registriert, dass Hermione mir ein Stöckchen zugeworfen hat!
Nun, hier hast du deine Antworten liebe Hermione!
Und nein, ich musste nicht Dr. Google fragen was Patronus und die Karte des Rumtreibers sind 😉

Also, hier sind die 11 Fragen, die mir Hermione gestellt hat und die ich mit Freude beantworten durfte:

  1. Warum bloggst du?
    Hm, das ist wohl eine gute Frage. Ich brauche hier aber nicht einmal wirklich lange für die Antwort überlegen, ich will mir auch nichts besonders kreatives ausdenken. Ich sag euch einfach die Wahrheit.
    Ich lese schon einige Zeit etliche Blogs. Besonders Hermione mit ihrem Rescue Blog und Paul und sein Alltag im Rettungsdienst haben mich inspiriert. Und dann kam mir Anfang des Jahres ein Gedanke:
    Ich finde gerade bei den Blaulichtorganisationen sollte man reden (soweit der Datenschutz es zulässt natürlich). Gerade mit Kollegen muss geredet werden. Warum? Ich habe für mich selbst zwei Gründe: Austausch und Verarbeitung. Ja, das ist mir beides sehr wichtig.
    Mir reicht es nicht einfach nur mehr die Blogs der anderen zu lesen. Ich lese hier so viele deutsche Rettungsdienst-Blogs, ich bin begeistert, ich lerne. Aber ich habe nirgends einen Blog eines österreichischen RS/NFS/… gefunden. Und ja, ich teile meine Geschichten gerne und hab euch deshalb meinen Blog aufs Auge gedrückt. Man soll doch wissen, was bei den Nachbarn so abgeht oder? 😉
    Ja, und das mit der Verarbeitung? Reden hilft, Erlebtes zu verarbeiten. Das lernen wir alle schon zu Beginn der jeweiligen Ausbildung – egal ob Ehrenamtlicher RS, hauptberuflicher NFS, Medizinstudent. Wer Leid erfährt soll darüber reden um sich zu erleichtern. Ich war aber schon immer anders. Ich verarbeite belastende Situationen durch Schreiben besser als durch bloßes Erzählen. =)

 

  1. Hast du schon einmal einen Artikel so richtig bereut?
    Nicht auf diesem Blog. Ich hatte ja schon zwei Blogs davor. Einen Foto-Blog und einen, indem das kleine pubertierende Rettungsmädchen etwas über das Leben herumsinnieren musste. Und ja, im Nachhinein bereue ich meine pubertäre Lebenskrise und jeden einzelnen Blogpost aus dieser Zeit zutiefst 😉

 

  1. Welche Form nimmt dein Patronus an?
    Ein Rabe.
    Raben sind schöne, stolze Tiere und die intelligentesten unter den Vögeln.
    Mein Patronus wäre also ein Rabe.

 

  1. Wo siehst du dich heute in einem Jahr?
    Das ist immer eine sehr böse Frage finde ich.
    Ich habe keine allzu großen Erwartungen für meine Zukunft, ich wünsche mir ab und zu, dass meine Zukunft so oder so aussehen sollte, aber zwei Wochen später hab ich schon wieder andere Pläne. Selbst ein Jahr voraus möchte ich nicht genau definieren, wie ich  leben will. Ich wurde von meinen eigenen Erwartungen schon zu oft enttäuscht, es ändern sich die eigenen Interessen und es pfuscht jemand oder etwas in die Träume hinein.
    Es gibt momentan nur einen einzigen Wunsch, den ich bis in einem Jahr erfüllt haben möchte: Ich möchte die Abschlussprüfung zum Notfallsanitäter positiv gemeistert haben. Mehr erwarte ich mir nicht von den kommenden 365 Tagen. Alles andere soll mich überraschen.

 

  1. … und in fünf Jahren?
    Seht euch die Antwort zu Frage 4 an. Also wird sich mein 5-Jahres-Plan wohl selbst erklären.
    Einzig auch hier ein Wunsch: Ich möchte nicht stehen geblieben sein. Ich möchte mich weiterbilden, Neues entdecken und lernen. Ich will nicht auf dem heutigen Stand bleiben.

 

  1. Wenn du nicht machen würdest, was du heute machst, in welche berufliche Richtung hätte es dich alternativ verschlagen?
    Ich bin beruflich gesehen noch nicht an dem Punkt, an den ich hin will. Momentan arbeite ich als Bürokauffrau („Tipse“).
    Ursprünglich war die Idee, Sozialpädagogin zu werden und später Soziale Arbeit zu studieren um mit Jugendlichen auf der Straße zu arbeiten. Diese Idee hab ich dann nach 2 ½ Jahren Ausbildung wieder verworfen. Ich brauchte Zeit um mich zu entscheiden, was ich denn wirklich mein Leben lang machen will. So direkt nach der Schule schon entscheiden, wie man sein Leben verbringt, da kann doch nicht jeder die richtige Wahl treffen. Also ging ich vorerst mal ins Büro, um mal was zu haben.
    Aber was wird meine Alternativlösung sein? Wo werde ich landen? Ich weiß es nicht. Ich bin momentan auf gutem Weg in meinem Ehrenamt als RS bzw. bald NFS vieles zu lernen. Vielleicht werde ich das irgendwann auch mal beruflich machen. Oder ich gehe doch noch studieren – Medizin hat mich immer schon fasziniert. Oder es kommt doch ganz anders weil wegen à siehe Antwort zu Frage 4 & 5 😉

 

  1. Was betrachtest du als deine bisher herausragendste Leistung?
    Den ersten Schritt machen und mir Hilfe suchen.
    Ich leide/litt unter Depressionen und habe ewig gebraucht, da wieder rauszufinden. Der erste Schritt war der wichtigste. Danach ging alles ganz leicht. Aber sich eingestehen, dass man Probleme hat und sich öffnen und das jemandem mitteilen – das war eine Überwindung, die ich stolz als herausragendste Leistung in meinem Lebenslauf präsentieren würde.

 

  1. … und was wäre in deinen Augen das tollste, das du erreichen könntest?
    So blöd und kitschig es auch klingen mag: meinen Frieden finden.
    In Ruhe und vollkommen zufrieden sagen „So, das war’s, ich bin an dem Punkt, der mich glücklich macht und daran wird nichts und niemand mehr etwas ändern können.“
    Das will ich erreichen. Mit diesem Gefühl will ich sterben.

 

  1. Fändest du Unsterblichkeit erstrebenswert? Begründe deine Entscheidung.
    Nein. Einfach nein. Absolut nicht.
    Wenn alle unsterblich wären, was würden wir dann machen? Wir hätten bald gar keinen Platz mehr auf der Erde. Wir würden alle Wälder abholzen müssen, um Häuser für so viele Menschen zu erbauen – und würden daran ersticken. Wir hätten mehr und mehr Feinde, würden mehr Kriege führen – es kann dabei ja sowieso keiner sterben.
    Das Leben wäre außerdem irgendwann langweilig denke ich. Ja, man könnte so viele Dinge machen, für die man vielleicht als Normalsterblicher keine Zeit hat – aber dann? Irgendwann hat man alles gemacht, alles erreicht. Man hat Zeit, wenn man nicht will schiebt man etwas auf unbestimmte Zeit auf – wird schon nicht davonlaufen, kann es gar nicht. Besuch bei Oma? Klar, vielleicht in 20 Jahren wieder, da ist sie dann 119 Jahre alt. Sterben tut sie eh nicht.
    Nein. Einfach nein. Absolut nicht.

 

  1. Was nervt dich an deinen Kollegen oder Kommilitonen am meisten?
    Ach, da würde mir einiges einfallen. In der Arbeit (Bürojob) genauso wie im Rettungsdienst.
    Da das hier aber ein RD-Blog ist…. =)
    Was mich am meisten nervt – Blaulichtgeilheit! Ja, es gibt sie tatsächlich. Es gibt Kollegen (hauptberuflich wie auch ehrenamtlich),  die sind total zickig wenn sie mal am KTW fahren müssen. Unerträglich wenn sie zum dritten Mal am Tag eine Dialysefahrt abwickeln müssen. Und wenn sie dann am RTW sitzen und der Pager ihren geliebten Alarmton spielt – plötzlich sind sie motiviert wie sonst wer. Ich hätte zwar noch nie jemanden gesehen, der sich tatsächlich freut über einen Einsatz, aber die Motivation steigt bei manchen wirklich rapide an. Und das verstehe ich einfach nicht. Und es nervt mich auch (vor allem wenn ich mit diesen Kollegen am KTW bin).

 

  1. Wenn du einen Unsichtbarkeitsumhang oder die Karte des Rumtreibers hättest, was würdest du damit anstellen?
    Ich würde die Karte wählen.
    1. Würde ich nachsehen wo meine Mum gerade ist (und ob sie noch lebt!) wenn sie mal wieder den ganzen Tag grundlos nicht erreichbar ist.
    2. Wäre es manchmal ganz nützlich um Patienten zu finden, die mal wieder irgendeine wirre Ortsangabe beim Notruf angegeben haben.
    3. Da würden mir schon ein paar Leute einfallen, denen ich damit ganz gut aus dem Weg gehen könnte 😉

 

 

So, und was mache ich jetzt? Ich geb’s zu: Ich kenn hier einfach noch zu wenige Blogger/innen, als dass ich mich trauen würde, jemandem mein Stöckchen zuzuwerfen.
Ich stelle hier jetzt trotzdem ein paar Fragen in den Raum – fühlt euch bitte eingeladen sie zu beantworten 😉

1. Bereust du eine Entscheidung in deinem Leben so richtig? Hast du den falschen Weg gewählt und wünscht dir heute, du dürftest an dieser Kreuzung in deinem Leben nochmal neu wählen, wohin die Reise gehen soll?
2. Der perfekte Start in den Tag…?
3. Was war das absolut Dümmste, das du jemals getan hast? Mutprobe, Wette, im Rausch,… Erzähl die ganze Schandtat!
4. Eine Sache, die du im Leben niemals machen würdest.
5. Fünf Dinge, die du unbedingt machen willst.
6. Warum bloggst du?
7. Wenn du einen Tag jemand ganz anderer sein könntest, wer wärst du und was würdest du machen (ohne dass eine deiner Taten im Endeffekt Einfluss auf dich oder jemand anderen hat)?
8. Stadt oder Land? Wo bist du lieber?
9. Erkläre, was für dich „Glück“ ist.
10. Wie bist du hierher gekommen? Auf meinen Blog?
11. Mach dir selbst ein ehrliches Kompliment und teile es hier mit uns allen!

 

so ruhig hier…

Vor drei Wochen hab ich euch erzählt, dass ich selbst im Krankenhaus gelegen hab. Es waren ja nur drei Tage und mittlerweile ist alles wieder in Ordnung, ich bin auch wieder Arbeiten.

Trotzdem komme ich momentan nicht dazu hier noch wirklich was zu Schreiben.
Es geht bei mir Privat gerade drunter und drüber, meine Kätzchen halten mich auf Trab und ich muss immer noch Sachen in der Arbeit aus dem 2-wöchigen Krankenstand aufholen.

Ach ja, und Dienst hab ich nebenbei ja auch noch, genauso wie Kurse!
Ich erlebe also weiterhin alle möglichen und vor allem unmöglichen Dinge im Rettungsdienst und halte sie auch weiterhin für euch fest. Momentan aber leider nur im Notizbuch.

Sobald ich wieder mehr Zeit finde (Oh lieber September, bitte rück doch endlich näher!) erwarten euch hier natürlich noch etliche neue Stories.

 

Bis dahin, schönes Diensten noch an alle RD- und FW-Menschen und allen anderen viel Spaß bei was auch immer 😉