immer und immer wieder

Es gibt so Patienten, die sieht man immer und immer wieder – und plötzlich sind sie dann doch weg.
Dialyse-Patienten, die nach Jahren als Dauerpatient versterben.
Chemo- oder Strahlentherapien, die doch nicht jedes Leben retten können.
Einfach nur alte Leute, die gebrechlich sind, uns oft brauchen, und dann friedlich einschlafen.
Patienten, die schlicht und einfach geheilt werden!
Aber nicht alle Patienten verschwinden, weil sie sterben oder wieder gesund sind…

Es gab in unserem Einsatzbereich eine Patientin, da fanden wir alle hin, ohne noch die Adresse zu wissen, der Name reichte uns schon damit wir wussten, wo wir hinfahren müssen.
Es fing alles ganz harmlos an, Dame war krank, Dame ging zum Hausarzt, Dame wurde kränker, und dann gings erst richtig los…

Die Patientin rief immer und immer wieder beim Notruf an, mit der Beschwerde „Insekten im Körper“. So bekamen auch wir die Alarmierungen immer. Bei der Dame angekommen dann immer das selbe bei der Anamnese:
– Kopfschmerzen, die ganz sicher von Insekteneiern überall im Körper kommen, die sich entzunden habenen
– Schwindel, weil der Körper die Insekten nicht aushält
– Juckreiz, weil die Insekten überall unter der Haut herumkriechen

Und immer und immer wieder mussten wir die Patientin mitnehmen, weil sie nicht zu Hause bleiben wollte und wir sie auch nicht zu Hause lassen dürfen, wenn wir psychische Beeinträchtigung vermuten. Uns war natürlich klar, dass es sich hier um ein psychisches Problem handelt. Mit der Zeit wurde dann auch die Diagnose „fortschreitende Demenz mit paranoider Schizophrenie“ bestätigt und behandelt.
Die Dame lebte aber trotzdem noch immer allein zu Hause, sie hatte keine Sachwalter, die Pflege kam pro Tag 1 Stunde zu ihr. Und wieder und immer wieder rief sie den Notruf an.
Mehr als ins Krankenhaus bringen konnten wir nicht, die konnten allerdings auch nichts machen – immerhin war die Dame noch immer berechtigt selbst für sich und ihr Leben zu entscheiden, Unterbringung laut UBG (Unterbringungsgesetz) mit Einweisung eines Amtsarztes in eine Fachklinik gibts auch nicht, weil sie nicht Fremd- und nicht Eigengefährdend ist.
Und deshalb blieb sie in ihrem Haus wohnen und konnte uns weiterhin anrufen.

Die Einsätze veränderten sich. Durch die Diagnose „Schizophrenie“ hat sie natürlich neue Medikamente verordnet bekommen – und plötzlich wollte sie jeder Vergiften.
Der Hausarzt, weil er ihr die Rezepte dafür gibt.
Das Krankenhaus, weil sie die ihrer Meinung nach falsche Diagnose gestellt haben.
Die Pflegerin, weil sie ihre Medikamente immer vorbereitet.
Die Apothekerin, weil sie das Gift austeilt.
Somit wurden wir dann recht bald zum Einsatz „Vergiftung“ gerufen. Und das immer und immer und immer wieder.

Ich hatte einen Wochenenddienst. Samstag Tag. Ich war mittags zum Einsatz bei ihr. Die Kollegen schon nachts. die anderen Kollegen später. Insgesamt gab es in 24 Stunden vier Einsätze + drei Heimtransporte vom Krankenhaus zu ihr zurück.
Das einzige, dass wir zu diesem Zeitpunkt aber wussten: Ein Antrag auf Besachwaltung wurde angeblich gestellt.
Ein paar Tage später hörte ich dann aus Zufall, dass die Dame nun doch nach UBG eingewiesen wurde. Anscheinend gab es nun doch Anzeichen auf Eigengefährdung, die ausreichten um den Amtsarzt dazu zu bringen, sie einzuweisen.

Die Einsätze zogen sich über Monate. Es fing harmlos mit 1-2 Fahrten die Woche an, der Höhepunkt waren die vier Einsätze bei ihr in 24 Stunden. Und dann so plötzlich hörte das alles auf.
Ich hoffe nur, dass sie nun ausreichend Hilfe erhält, dass ihr die Medikamente so weit helfen, dass sie ihr restliches Leben halbwegs selbstständig in einem schönen Altenheim verbringen kann.

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Aufruf…Kampf dem Herztod

KAMPF DEM HERZTOD

Da haben sich drei ganz ganz liebe Blogger zusammengetan und wollen mit einer Aktion auf die Gefahren eines Herzinfarktes hinweisen.
Liebe Leute – macht brav mit, es haben sicher viele von euch etwas dazu zu sagen, und wenn es als vollkommen Unbeteiligter bloß Gedanken eines Außenstehenden sind.

Ich mache auf jeden Fall gerne mit =)

Alltagimrettungsdienst Blog

Hallo ihr Blogger.

die Hermione , der Krangewarefahrer und ich möchten gerne zu einer gemeinsamen Aktion aufrufen. Wir wollen, dass die Menschen über die Gefahren eines Herzinfarktes besser aufgeklärt werden und dass diese Krankheit wieder mehr in den Fokus der Menschen gerückt wird.

Deswegen würden wir uns wünschen, schreibt bis Ende Februar einen Artikel über dieses Thema, weil ihr Betroffener seid, jemand deswegen verloren habt oder weil ihr die Menschen darüber infomieren wollt.

Slogan : Kampf dem Herztod

Das genaue Datum werde ich noch bekannt geben.

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Achtung rutschig!

Der Rettungsdienst und der Schnee…

…das ist ja immer so eine Sache.

Ich komm ja aus Österreich, bin in einer Gegend, in der es tatsächlich noch so richtige Winter mit einer Menge Schnee gibt. Also zumindest ein paar Tage im Jahr. Es gibt so Tage, da fällt dann tatsächlich 25cm weißes Zeug vom Himmel und dann wirds ja auch teilweise schwierig für uns. 

Also mal angefangen bei den wintertypischen Verletzungen. Gebrochene Beine und Oberschenkelhalsknochen. Oder Arme. Oder Steißbeinprellungen. Oder Verletzungen durch Verkehrsunfälle, weil sich manche Menschen einfach überschätzen beim Fahren. Oder beim Skifahren. 

Grippe darf man auch nicht ignorieren. Schon gar nicht die Männergrippe. Respiratorische Infekte sind auch so typisch Winter. Plötzlich auftretende Atemnot in der 35°C warmen Wohnung, die seit 3 Wochen nicht gelüftet worden ist, weil ja -10°C draußen sind. 

Aber die Probleme sind ja gar keine richtigen Probleme. Sind Notfälle, gibts im Sommer auch. Richtige Probleme haben wir mit Schnee und Eis schon selbst. So beim Autofahren und so. Oder Patienten mit Trage oder Tragstuhl zum RTW bringen. Da sind dann vor allem die Häuser lustig, bei denen es einen schmalen Weg zum Haus gibt, der im 30° Winkel rauf führt. Und da sollst du dann jemanden mit Atemnot irgendwie runter bringen. Über den Weg. Bergab. Im Schnee. Mit Eis drunter. ACHTUNG RUTSCHIG! 

Oder wenn die Autofahrer vor dir meinen, sie müssen auf der frisch verschneiten Fahrbahn eine Vollbremsung machen, wenn du mit Blaulicht daher kommst. Ist ja schon auf trockener Straße nicht cool sowas, aber bei Schnee? Mensch Leute! ACHTUNG RUTSCHIG! 

Eigentlich wollte ich euch ja hier nur von unseren Problemen erzählen. Aber hier wird noch was drangehängt, weils so gut passt: Bitte liebe Autofahrer, passt auf was ihr tut, wenn wir mit Blaulicht hinter euch her kommen! Vor allem im Schnee. Das kann sehr sehr böse enden, wenn ihr auf spiegelglatter Straße Panik bekommt und eine Vollbremsung macht. Wir sind euch gerade bei dem Wetter absolut nicht böse, wenn ihr normal weiterfährt und in 560m dann in die Bushaltestelle biegt, um uns vorbei zu lassen. Und bitte liebe Hausbesitzer, ich finde die schön geschmückten Wege zu euren Häusern ja wirklich auch hübsch. Auch Schnee sieht da toll aus. Aber bitte räumt doch den Schnee weg wenn es euch möglich ist. Und entfernt das Eis. Kann sonst auch böse enden, für euch genauso wie für uns. Wäre schon nett von euch. Danke schon mal, dass ihr das in Zukunft beachtet. 

Was ich mir noch wünsche? Fußbodenheizung für Straßen und Gehwege und Hauszufahrten und Gartenwege. Dann darf auch ruhig mehr Schnee kommen. 🙂

Fotografie: Frohes Neues!

Mal wieder etwas von meinem anderen Hobby. So zwischendurch muss das halt mal sein.

Ich wünsch euch allen ein frohes neues Jahr, viel Glück und Gesundheit und allen RD-Menschen möglichst stressfreie Dienste.