Notfallsanitäter-Kurs – Woche 11

Nach einem stressigen aber schönen Wochenende ist heute endlich die Zeit, die vorige Woche zusammenzufassen.

Auch wenn es nicht viel zu erzählen gibt, hatten wir doch ein sehr spannendes Thema am Dienstag. Es ging zuerst mal um Großschadensereignisse und Katastrophenwesen. Ja, mal wieder, dieses Mal musste ich aber Gott sei Dank nicht mehr alle koordinieren. 😉
In der Theorie gingen wir noch die letzten Reste durch, die wir in der Woche zuvor nicht geschafft hatten.

Die restliche Zeit des Abends kam dann ein Koordinator von der Eisenbahn zu uns. Hier gab es den Vortrag „Einsätze im Gleisbereich“ zu hören. Das war der interessantere Part des Tages, hier hat man doch etliche neue Sachen gehört.
Man glaubt ja gar nicht, wie gefährlich Eisenbahngleise tatsächlich sein können, vor allem auch für uns Einsatzkräfte! Bahnschwellen, Schotter, rutschige Teile, Stromleitungen am Boden und in der Luft, Weichen – das alles kann sehr schnell sehr gefährlich werden und mitunter auch für Einsatzkräfte tödlich ausgehen.
Nach diesem Vortrag wissen wir jetzt auch was zu tun ist, wenn wir wirklich auf die Gleise müssen, wir haben die Telefonnummer des Notfallkoordinators mehrmals eingetrichtert bekommen und uns auch gleich ins eigene Handy gespeichert. Ob und wann wir im Einsatz aufs Gleis dürfen, entscheidet der Notfallkoordinator! Ohne seine Freigabe können und dürfen wir nicht auf die Gleise, nicht mal um die Verletzten rauszuholen. Zu hoch ist einfach die Gefahr, dass uns auch noch etwas passiert – Züge werden moderner und immer leiser um nur ein Beispiel anzusprechen.

Ganz witzig war die Frage „Was macht ihr, wenn ihr zwischen zwei Eisenbahnschranken mit dem Auto zum Stehen kommt?“ Hier ging dann unter uns die Diskussion los. Aussteigen und laufen? Sitzenbleiben und versuchen die Schranken zu durchbrechen? Jeder hatte andere Argumente, im Endeffekt wurde aber aufgeklärt, dass Schranken immer eine Sollbruchstelle haben und diese somit beim Durchbrechen mit dem Auto einfach brechen – selbst der Schaden am Auto wird nicht unbedingt dramatisch sein, weil Schranken wirklich leicht brechen…

Am Donnerstag stand im Stundenplan „Einsatztaktik“.
Ich weiß nicht ob ich es schon mal erwähnt habe: Ich fahre unter der Woche zu den Abendkursen immer direkt von der Arbeit weg. Ich fahre bis zum Kurs etwas mehr als eine Stunde, das selbe dann in der Nacht nach dem Kurs wieder retour. Ich bin also gesamt für einen Kurstag ca. 2:15 Stunden im Auto unterwegs.
Richtig blöd ist dann, wenn man eine Viertelstunde auf den Vortragenden wartet, dann mal anfängt herumzutelefonieren, herausbekommt, dass der Vortragende heute vergessen hat und jetzt aber nicht vorbereitet ist und nach einer halben Stunde blöd herumsitzen einfach heimgeschickt wird.
Negativ: 140km und 2:15 Stunden umsonst im Auto gesessen
Positiv: Der Abend war warm und schön, ich konnte ihn also sogar noch ein bisschen genießen 😉

Heute geht es weiter, die letzte Woche bricht an. Dienstag, Donnerstag, Samstag – dann ist der Spaß schon wieder vorbei. Dann heißt es selbst lernen, Praxis am NAW und im Krankenhaus machen und Übungstage selbst mit dem Prüfungspartner organisieren. Naja, ich bin gespannt auf diese Woche. 😉

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